Fake online Shops boomen in Zeiten von Corona

Fake online Shops

Online Einkäufe boomen in Zeiten der Corona-Pandemie. Aber nicht jeder online Shop ist seriös und vertrauenswürdig. Wer vermeiden möchte, eine unliebsame Überraschung zu erleben, der sollte auf Vorkasse verzichten und vorab unbedingt das Impressum überprüfen.

Woran sind die sogenannten Fake-Shops zu erkennen?

Die Geschäfte sind jetzt zwar wieder geöffnet, aber dennoch erledigen viele Verbraucher:innen ihre Einkäufe weiterhin über das World Wide Web. Das gilt vor allem für nicht ganz alltägliche Dinge, wie bspw. wenn es um den Kauf von Shisha Tabak geht. Aber auch Kleidung, Möbel und vieles anderes wird gern online gekauft. Der Grund dafür – nicht die Angst, sich zu infizieren, sondern da das Shopping im Internet weitaus günstiger ist.

Dies ist der Himmel auf Erden für Betrüger:innen, die mit sogenannten Fake-online-Shops (gefälschten Geschäften) die Kundinnen und Kunden über den Tisch ziehen. Im vergangenen Jahr verging kein Tag bei der Verbraucherzentrale, an dem es kein Opfer gab, dass Rat suchte. Nicht selten belaufen sich die Schäden der Betroffenen auf weit mehr als Tausende Euro. Das Geld jedoch ist in den meisten Fällen nicht wiederzuerlangen. Aus diesem Grund ist es wichtig, gegen die Abzocke mit harten Bandagen vorzugehen.

Die Irreführung wird immer raffinierter

Das Problem an Fake-Shops ist, dass sie sehr schnell die Internetadressen wechseln, in der Aufmachung flexibel sind und besonders schnell auf die saisonalen Bedürfnisse der Käufer eingehen. Die Werbung findet zunehmend in den sozialen Netzwerken statt, wie bspw. Instagram und WhatsApp oder in Shopping-Apps wie Wish.

Fake-Shops boten im vergangenen Jahr nicht nur Produkte zum Schutz vor Corona an, wie bspw. Masken und Desinfektionsmittel, sondern auch Elektroartikel und Markenmode. Nach der Bezahlung erhielten die Käufer zumeist keine Ware oder minderwertige Produkte, die in keiner Weise der Produktbeschreibung entsprachen.

Interessant ist dabei der Fakt, dass die Betreiber dieser „online Shops“ nicht nur Geld kassieren wollen mit ihren vermeintlichen Schnäppchen, sondern es geht um das Sammeln von Kundendaten. Diese werden dann genutzt, um weitere Straftaten zu begehen. Daher ist es wichtig, sich vor der Auswahl in einem online Shop, der mit sehr günstigen Angeboten wirbt, sich über die Möglichkeit der Bezahlung zu informieren.

Besonders bei Shops, die lediglich gegen Vorkasse ihre Ware anbieten, sollten alle Alarmglocken läuten – denn im Zweifel ist das Geld weg und man hält keine Ware in den Händen. Ebenfalls gilt es stutzig zu werden, wenn zuerst eine Vielzahl von Zahlungsoptionen angeboten werden, doch es an der Kasse heißt „Lediglich Vorkasse“. Des Weiteren sprechen weitere Fakten für Fake-Shops:

  • Fehlendes Impressum
  • Unvollständige Kontaktinformationen
  • Falsche Adress- und Handelsregisterangaben
  • Übersetzungsfehler und/oder Schreibfehler auf der Webseite

Allerdings fällt all dies immer seltener direkte ins Auge, denn die Betrüger wissen, wie eine perfekte Fälschung aussehen muss.

Online-Shopping sicher durch Siegel?

Oft versuchen die Fake-Shop-Betreiber, potenzielle Kunden mit gefälschten Gütesiegeln zu täuschen, wie bspw. dem von Trusted Shops. Damit können sie eine seriöse Kaufabwicklung vortäuschen. Doch ob das Siegel echt ist, das kann lediglich auf der Webseite des Siegelanbieters in Erfahrung gebracht werden. Denn dort werden alle Unternehmen gelistet, die mit diesem Zertifikat ausgezeichnet sind.

Bewertungen können ebenfalls einen Hinweis darstellen ob es sich um einen Betrüger handelt oder um einen seriösen online Shop. Fake Shops wechseln recht schnell ihre Internetadressen mit der Folge, dass es nur sehr wenige Bewertungen gibt, oder diese sehr positiv ausfallen. Es ist davon auszugehen, dass wenn es ausschließlich positive Bewertungen gibt, es sich um Betrug handeln muss. Zumeist manipulieren die Betrüger die Bewertungen – schreiben diese selbst oder lassen diese schreiben – oder aber generieren diese automatisch. Daher ist es ratsam, sich online zu informieren, ob es andere Nutzer mit negativen Erfahrungen gibt.

Derjenige der vermutet auf einen Fake-Shop hereingefallen zu sein, der sollte zügig handeln. Als Erstes gilt es sich mit der Bank in Verbindung zu setzen, damit die Überweisung an den Betrüger verhindert wird. Wichtig ist auf jeden Fall, direkt Strafanzeige zu stellen.

Strafanzeige per Internet

Möglich ist es mittlerweile, über ein online Formular im Internet Strafanzeige zu erstatten. So können die Strafverfolgungsbehörden direkt bei gehäuften Beschwerden gezielt gegen den Shop-Betreiber vorgehen. Wer sicher sein will, das er die Ware erhält die er bestellt hat und zugleich lokale Einzelhändler unterstützen will, für den gibt es den Click-and-Collect-Service. Bei diesem gelten die gleichen Bedingungen wie beim online Einkauf – egal ob online oder telefonisch bestellt.

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