Ein Smartphone gehört zu den teuersten Geräten, die wir im Alltag nutzen. Die durchschnittliche Lebensdauer eines in Deutschland neu gekauften Handys liegt jedoch bei rund zweieinhalb Jahren, bevor es ersetzt oder weiterverwendet wird. Bemerkenswert ist, dass mehr als achtzig Prozent der gesamten CO2-Bilanz eines modernen Smartphones durch seine Produktion verursacht werden, also bereits vor dessen Inbetriebnahme. Wer die Lebensdauer seines Smartphones verlängert, schont somit nicht nur das eigene Budget, sondern reduziert auch seinen ökologischen Fußabdruck spürbar. Drei Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle: Schutz vor mechanischen Einwirkungen, Pflege des Akkus und Zugang zu Ersatzteilen und Reparaturen.
Schutz vor mechanischen Einwirkungen: Hülle, Folie und Alltag
Displaybruch und Gehäuseschäden gehören zu den häufigsten Gründen für den vorzeitigen Austausch eines Gerätes. Auswertungen von Versicherern und Reparaturdienstleistern zeigen, dass Sturzschäden für den Großteil aller Reparaturen verantwortlich sind. Handyzubehör mit erhöhten Kanten am Rand des Displays vermindert die Aufprallenergie deutlich, denn das Display schlägt beim Fall nicht zuerst auf den Boden. Auch die Kameralinse profitiert von einem herausragenden Rim, denn sie ist bei vielen aktuellen Geräten empfindlicher als das Hauptdisplay.
Anbieter wie www.nivocase.de prüfen ihre Produkte in eigenen Testlaboren nach genormten Verfahren, die an internationale Prüfnormen angelehnt sind. Geprüft werden nicht nur Freifallversuche aus definierten Höhen, sondern auch Dauerbelastung, Materialabrieb, Zugfestigkeit von Trageschlaufen. Für die Kaufentscheidung sind reproduzierbare Prüfkriterien aussagekräftiger als Werbeslogans wie „Military Grade“ ohne Bezug auf ein Verfahren.
Displayschutzfolien aus gehärtetem Glas sind eine sinnvolle Ergänzung zum Gehäuseschutz. Sie bewahren vor feinen Kratzern durch Schlüssel, Münzen und Sandkörner aus der Hosentasche und können bei einem Sturz einen Teil des Aufpralls abfangen. Außerdem ist es sinnvoll, das Gerät nicht ungeschützt neben irgendwelchen anderen Metallgegenständen zu transportieren.
Akkus pflegen: Ladeverhalten und Temperatur
Wie die Akkus in aktuellen Smartphones, die in der Regel aus Lithium-Ionen bestehen, mit jedem Ladezyklus erneut etwas an Kapazität verlieren, geben Hersteller meist von 500 bis maximal 1000 vollständigen Ladezyklen aus, nach denen noch 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität zur Verfügung stehen. Wie schnell das geht, hängt jedoch stark vom Ladeverhalten und von der Temperatur ab.
Ideal ist ein Ladefenster von 20 bis 80 Prozent. Viele Betriebssysteme bieten inzwischen ein optimiertes Laden oder ein festes Ladeende an. Häufiges Vollladen und tiefes Entladen beschleunigen die Alterung, so wie auch Ladevorgänge bei Temperaturen über 35 Grad. Wer im Sommer etwa das Handy direkt in der Sonne oder im überhitzten Auto lädt, verkürzt die Lebensdauer des Akkus spürbar. Die Ladeleistung macht einen Unterschied. Sehr hohe Ladeströme, wie sie beim Schnellladen mit 65 Watt oder mehr üblich sind, erhöhen die thermische Belastung der Zellen. Für viele Zwecke reicht im Alltag auch ein Netzteil mit langsamerer Ladeleistung. In der Regel etwa beim Laden über Nacht.
Nachhaltigkeit und Wiederverkauf
Wird ein Gerät nach vielen Jahren nun doch ersetzt, so verlängert der Weiterverkauf oder die Weitergabe an Dritte die tatsächliche Nutzungsdauer noch einmal. Refurbished-Anbieter etwa prüfen gebrauchte Geräte technisch, tauschen Verschleißteile aus und verkaufen sie mit Gewährleistung weiter. Ein intaktes Gehäuse, ein funktionierender Akku und die Originalverpackung wirken sich dann direkt auf den Wiederverkaufspreis aus. Ein ordentlich behandeltes und versorgtes Smartphone erzielt am Zweitmarkt in der Regel zwanzig bis dreißig Prozent bessere Erlöse als das Gerät mit sichtbaren Gebrauchsspuren.
Wer Schutzhülle, Akkupflege und die neuen Reparaturrechte zusammendenkt, verlängert die wirkliche Lebensdauer eines Smartphones so um mehrere Jahre. Der Aufwand hält sich in Grenzen, der finanzielle und ökologische Effekt ist messbar. Ein guter erster Schritt: die eigenen Ladegewohnheiten prüfen und beim nächsten Zubehörkauf gezielt auf getestete Schutzprodukte achten.

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