Das sind die menschlichen Stimmlagen

Stimmlage

Unsere Sprache gilt als ein gemeinsam geschaffenes und kulturelles Erbgut. Seit schätzungsweise 125.000 Jahren existiert die Sprache so, wie sie uns heute bekannt ist. Zu der menschlichen Sprache gehören verbale und nonverbale Artikulationen – also das Gesprochene sowie Mimik und Gestik. Ohne die verschiedenen Stimmlagen, unter anderem Höhen und Tiefen, hätte sich die Sprache jedoch niemals so weit entwickelt. Alles, was es zu den verschiedenen Stimmlagen zu wissen gibt und wie man sie unterscheidet, erfährt man in diesem Beitrag.

Begriffserklärung: Menschliche Stimme und Stimmlagen

  • Die menschliche Stimme ist ein Schall und bedient sich zur Klangerzeugung an verschiedenen körperlichen Instrumenten.
  • Zum einen wird die Stimme durch die Stimmlippen im Kehlkopf erzeugt und zum anderen mithilfe des Vokaltraktes. Dazu zählen Mund-, Nasen- und Rachenhöhle.
  • Die Stimme wird vielseitig, zum Beispiel beim Lachen, Weinen oder Schreien, eingesetzt.
  • Flüstern ist eine andere Art des Sprechens und wird als vollständig stimmloses Sprechen bezeichnet.
  • Die Stimmlagen sind ein wichtiger Teil der Sprache und dienen der Sortierung des Tonumfangs einer menschlichen Stimme.
  • Es gibt insgesamt sechs Stimmlagen, wobei man unter bestimmten Kriterien differenzieren und unterscheiden muss.

Wie werden Stimmlagen unterschieden?

Es wird zwischen Bariton, Mezzosopran, Sopran, Alt, Tenor und Bass unterschieden.
Es gibt gewisse Gründe, warum es so viele Stimmlagen gibt. Jeder Mensch hat eine einzigartige Stimme, wobei Männer und Frauen hierbei getrennt werden. Frauen wird Sopran, Mezzosopran und Alt zugewiesen. Bei Männern wird zwischen Bariton, Tenor und Bass differenziert.
Eine Menschliche Stimme reicht im Normalfall über zwei Oktaven. Zwei Oktaven entsprechen 24 Halbtönen. Wenn diese Stimme ausgebildet und trainiert ist, erreicht sie auch gerne mal 2,5 Oktaven. Drei Oktaven gibt es auch, sind aber eher selten.

In welchen Frequenzbereichen liegen die Stimmlagen?

Zwei Oktaven sind der Normalbereich. Bei Frauen unterscheidet man die Frequenzbereiche wie folgt:

  • Die Sopranstimme reicht von den Tönen h3/c4 bis c6.
  • Mezzosopran liegt im Tonbereich von g3/a3 bis f5/g5 und a5. Alt hingegen liegt zwischen d3/e3 und d5/e5 und f5.

Bei den Männern unterscheidet man wie folgt:

  • Tenor von d3 bis g4/a4.
  • Bariton hingegen liegt im Bereich von g2/a2 bis e4/f4.
  • Zuletzt ist die Bassfrequenz am tiefsten. Dieser Tonbereich liegt zwischen e2/f2 und c4/d4.

Diese verschiedenen Bereiche werden auch als Vocal Range, wörtlich Stimmumfang, bezeichnet.

Die Einteilung dieser sechs Stimmlagen sind nur schematisch und können manchmal auch kaum hörbar sein, da die Übergänge sehr nah beieinander liegen.

Auch sind Alter, Stimmbruch und Hormone für eine Stimmlagen-Verstellung verantwortlich.

Wo werden Stimmlagen erfolgreich eingesetzt?

Natürlich wird unsere menschliche Stimme und Stimmlage in der alltäglichen Sprache mit Freunden, Familie und Kollegen eingesetzt. Gezielt setzt man Stimmlagen jedoch eher als Sänger/Sängerin ein. Hierbei passt sich der Sänger in Bezug auf seine Stimme dem Lied an, welches er singt und in welchem Stil. Ebenfalls wird die Stimmlage je nach Stimmlagenart gezielt in einem Chor eingesetzt. Ohne die verschiedenen Stimmlagen könnten Chöre nicht so existieren, wie es allgemein bekannt ist. Das perfekte Zusammenspiel der verschiedenen Stimmlagen macht einen Chor erst zu einem Chor. Natürlich gibt es auch andere Einsatzgebiete. Sprecher für Video-, Bild- und Filmmaterial, sowie Synchronsprecher sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Filmindustrie und ihre jeweilige Stimmlage wird oftmals ihrer Rolle angepasst.

Man kann seine eigene Stimmlage mithilfe eines Gesangslehrers und eigenen Übungen zuhause herausfinden und analysieren.

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